Dienstag, 22. November 2016

Let it in, let it go. (2)

Manche Tage werden zu Gewitternächten, in denen einem trotz all der Wärme ein Schauer über den Rücken läuft. Nicht, weil man alleine ist und sich fürchten müsste, nein. Das große Glück liegt seelenruhig schlummernd zwischen den durchgeschwitzten Lacken, Arme weit von sich gestreckt, als würde es nur auf mich warten. Aber während draußen weiße Blitze über den Himmel zucken und mir innen die Hitze zu Kopfe steigt, mich fast erstickt, weiß ich nicht, ob dort mein wahrer Platz ist. Und irgendwo, in den Schatten besagter Nachtstunden, sehe ich es aufleuchten. Das kleine Glück, über 16000 Kilometer entfernt, mit braungrünen Augen. Nicht, dass ich dort nun hingehören würde, mein Glück liegt immer noch hier im Bett. Es ist größer und heller in jeder Facette, was sollte ich vermissen? Doch genau das beunruhigt mich immer wieder. Selbst nach einem Jahr schlägt man Herz manchmal seltsam taktlos, taumelt in Traumpausen rückwärts und liegt plötzlich wieder in der Vergangenheit. Es schmachtet die vergangenen Tage an, obwohl es die Gegenwart kennt. Dabei habe ich doch längst akzeptiert,was ich nicht ändern kann und mich so mutig in ein neues Leben gestürzt?

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